Endlich, nach einem Jahr Abstinenz, kehrte der Handball-Supercup wieder zurück nach München in die Olympiahalle.
Ich versuche, mir solche Handball-Events möglichst nicht entgehen zu lassen. Allzu verwöhnt sind wir im bayerischen Süden ja nicht. Lässt man das nach Hessen tendierende Großwallstadt außen vor, spielen unsere Top-Mannschaften Coburg und Erlangen gerade einmal im Mittelfeld der zweiten Liga. Die Region selbst ist mit Friedberg und FFB in der 3. Liga vertreten, wie die Regionalliga ab dieser Saison heißt.
Um die erste Liga zu sehen, muss man sich also schon auf den Weg in Richtung Stuttgart oder an die Landesgrenze zu Hessen machen.
Somit freuen wir uns auf das jährliche Treffen der Giganten in München, in diesem Jahr wieder mit Kiel und Hamburg.
Zum Vorglühen trafen sich der bayerische Meister FFB und der Pokalsieger aus Roding. Das Spiel verlief eigentlich wie erwartet. Nach nervösem Start setzte sich die bessere Spielanlage und das schnellere Spiel der Brucker durch. Allerdings zeigte sich Roding kämpferisch und präsentierte sich über weite Strecken ebenbürtig. FFB war in den entscheidenden Phasen abgeklärter, stand stabiler in der Abwehr und war von allen Position torgefährlich. So ergab sich ein sicherer Sieg der Brucker.
Der Haupt-Act blieb aber den Gilles, Ahlms und Jichas vorbehalten. Kiel trat als leichter Favorit an, wenn man die souverän gewonnenen Vorbereitungsspiele in Betracht ziehen mag. Hamburg allerdings zeigte sich von Beginn an hellwach. Die Abwehr mit der gut gespielten 3:2:1 nahm dem etwas müde wirkenden Kieler Rückraum die Durchschlagskraft und alsbald führte man mit 3-4 Toren. Kiel hatte von Beginn an mit mehreren Problemen zu kämpfen: Omeyer kam nicht wirklich mit den Fingern an den Ball. Die Hamburger Kreisläufer konnten sich immer gut durchsetzen und im eigenen Angriff zeigten nur Zeitz, Reichmann und Palmarsson eine gute Leistung. Das Bild änderte sich kaum. Kiel kam nie auf mehr als zwei Tore an Hamburg heran. Das es am Schluss noch einmal eng wurde, lag auch daran, dass Hamburg etwas nachlässig wurde. Der Ausgleich lag in der Luft, fiel aber nicht mehr. Somit ist Hamburg in München der verdiente Supercup-Sieger 2010 geworden.
Uns interessierten Zuschauern aus der Region bleibt nur zu hoffen, dass wir zukünftig die eine oder andere Mannschaft auch bis in die erste Liga bekommen. Das Potential ist auf jeden Fall da, wenn man sich die "jungen Wilden" aus Friedberg, FFB oder Ismaning anschaut.
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Ach Ja, einen Beitrag aus den Pfingstferien habe ich noch nachzuliefern.
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